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Anschließend fahren wir noch ein Stück weiter, bis wir bei Gerze wieder eine wunderschöne und relativ einsame Hafenanlage sehen. Ein einziges Wohnmobil steht dort und als wir näher kommen, sehen wir, das sind die freundlichen Franzosen, die wir schon getroffen haben. Wir beschließen, gemeinsam im Hafen zu übernachten. An Hafen 15:30 h, Tagesdistanz: 166 km, Koords: .N 42° 03.631 E 035° 02.677 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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07.05.2013 (Di): Küste Schwarzes Meer Abfahrt um 8:00 Uhr; wir brauchen frisches Brot. Bei Yakakent gibt es eine Baustelle und daher Umleitung in den Ort hinein. In einer Querstraße sehen wir einen Bäcker, ich kaufe ein. Gleich daneben ist ein Friseur. Ich frage, ob er Zeit hat, meine relativ langen Haare zu schneiden - ja natürlich! Ich trage das Brot zum Womo und sage Erich Bescheid. Er kommt mit dem Fotoapparat hinterher und kontrolliert, wie der Haarschnitt aussieht. Wir haben sehr viel Spaß, während meine Haare immer kürzer und kürzer werden. Erich bekommt auch Tee für das Warten. Am Schluss kostet der Haarschnitt 10,00 TRL, ich gebe dem Friseur 20,00 TRL, weil ich so zufrieden bin mit meinem Männerhaarschnitt. Bei Bafra fahren wir durch ausgedehnte Reisfelder, die hier im Flussdelta des Kizilirmak angelegt sind. Wir sehen auch jede Menge Störche, Weizenfelder und Tabak. Überall in den Gärten sieht man Feigenbäume und Rosen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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In Samsun suchen wir den Cache Black Sea's Pearl Dabei handelt es sich um ein Freilichtmuseum mit diversen Kriegsgerätschaften und dem Museumsschiff Bandira. Auf diesem Schiff landete Kemal Atatürk am 19. Mai 1923 in Samsun und es gelang ihm alle Stammesfürsten der Emirate zu vereinen; seither ist die Türkei eine Republik. Der Salon, in dem damals die Verträge unterzeichnet wurden, ist noch im Original zu sehen, ebenso die Kajüte von Kemal Atatürk und die des Kapitäns. Eine interessante Besichtigung zurück in eine Ära vor 90 Jahren - also noch gar nicht so lange her. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Fleisch an einem Kebab-Stand eingekauft: 1 vordere Lammkeule = 1,40 kg Fleisch = 40,00 TRL. Der Knochen wird fein säuberlich abgezogen, alles andere ist zu verwenden und landet in unserem Sackerl. In Ünye verlassen wir die Küstenstraße und fahren von hier aus nach Süden. Es geht steil bergauf, wir kommen in ein Gebiet, wo es wie auf einer österreichischen Alm ausschaut: kurzes Gras, niedere Büsche und Nadelgehölz. Wir folgen einen Kemping" - Schild und stehen plötzlich vor einem Tor, bei dem der Eingangsbereich gerade neu gepflastert wird. Also stellen wir uns etwa 100 m links daneben auf die Alm wiese" mit Föhren als Schattenspender und Schafen als neugierige Gäste. Zuerst kommt ein junger Türke mit mangelhaften Englisch-Kenntnissen, dann kommt ein älterer Herr, der sich in perfektem Englisch als Chef des türkischen Caravaning-Clubs vorstellt und uns mitteilt, dass der Campingplatz renoviert wurde und erst 3 Tage später neu eröffnet wird. Wir wären aber herzlich willkommen, dort wo wir gerade stehen zu übernachten und - wenn erwünscht - die Sanitäranlagen des Campingplatzes zu nutzen, allerdings gäbe es noch kein Warmwasser in den Duschen. Wir sagen, es sei alles perfekt, bedanken uns für seine Info und richten uns dann häuslich ein. An außerhalb CP Niskar: ca. 16:00 h; 1.148 m ü.NNTagesdistanz: 333 km Koords: N 40° 38.222' E 036° 58.427' Als Abendessen gibt es Lammragout mit türkischen Gewürzen, Tomatensalat und Nudeln - lecker! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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08.05.2013 (Mi): Südwärts durchs anatolische Hochland zum Nemrut Dagi Ab Stellplatz 7:00 h, strahlende Sonne, +9°C. Fahrt à S à Niksar à Tokat; Paß Camlibel" auf 1680 m ü.NN, N 39° 57.584 E 036° 31.675 (hier wäre ein Super Stellplatz); weitere Pässe sind auf 1740 m - 1800 m - 1835 m, dazwischen erstreckt sich die Hochebene auf ca. 1750 m, voll genutzt mit Getreidefeldern. An den Straßenrändern werden getrocknete Aprikosen verkauft - 1 Sack mit ca. 2 kg = 10 TRL. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Nun geht es westwärts Richtung Malatya, bis hierher immer perfekte Straßen, aber ab nun türkische" Verhältnisse mit Schlaglöchern, teilweise nur Schotterpiste, enge Kurven, etc. Wir fahren entlang eines Seitenarmes des Atatürk-Projekts (Stausee, der vom Euphrat gespeist wird), der Wasserstand ist relativ niedrig - es hat hier sicher längere Zeit nicht mehr geregnet. Die Landschaft ist bizarr, voller Felsen und Abbrüche, aber es wachsen auch Feigenbäume und Olivenhaine neben der Straße. Zwischendurch sieht man die eine oder andere altertümliche Ruine, schließlich kommen wir zur Einfahrt in den Nationalpark, bezahlen Eintritt 12TRL und fahren noch weiter bis zur Karadut Pansiyon, wo wir auf dem Parkplatz übernachten: Wir sind das einzige Auto hier und haben großartige Aussicht auf den Nemrut Dagi und hinunter ins Tal. An: 18:30 h - Tagesdistanz: 671 km Koords.: N 37° 54.520' E 038° 39.580'; 832 m ü.NN Telefonisch vereinbaren wir für den nächsten Morgen ein Taxi bis zur Nemrut-Dagi-Cafeteria für 120,00 TRL. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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09.05.2013 (Do): Zum Nemrut Dagi = Berg der Götter" - Grabmal des kommagenischen Königs Antiochus I. Der für 8:00 h bestellte Taxifahrer kommt pünktlich und fährt uns von der Hinterseite" durch Schluchten und sein eigenes Dorf bis zur Cafeteria am Nemrut Dagi. Von dort geht es zu Fuß ca. 30 Min. bergauf über gut angelegte Schotterwege bis zu einer Terrasse, auf der vor einem 60 m hohen Schotterkegel Götterskulpturen aufgebaut sind, die fast wie ägyptische Monumente anmuten. Die Skulpturen stammen aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Es gibt eine Ost- und eine Westterrasse, die ähnlich angelegt sind; an der Ostterrasse gibt es auch einen großen quadratischen Opferplatz, von dem man in Richtung Südwesten bis zum Tigris sehen kann. An der Westterrasse gibt es dafür mehr gut erhaltene Reliefs mit wichtigen Figuren. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Zur historischen und kultischen Bedeutung des Nemrut Dagi = Grabmal des kommagenischen Königs Antiochus I. siehe bitte bei: http://de.wikipedia.org/wiki/Nemrut | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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